Goldener Abschluss einer herausragenden Saison

Die Saison startete mit Verspätung und wurde zu einer der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte.

Souverän qualifizierten sich Marlene und Sophia früh für Weltcup und Europameisterschaften. Beim ersten Weltcup in Banja Luka (BIH) sorgten beide dann auch international für Furore. Im Classic-Rennen konnte Sophia mit klarem Vorsprung vor den Nächstplatzierten den Sieg einfahren und brachte damit als Einzige der Nationalmannschaft eine Goldmedaille nach Deutschland zurück. Auch Marlene lieferte eine starke Leistung ab – als jüngste Starterin erreicht sie Platz 6 vor den anderen deutschen Fahrerinnen.

Und so galten beide im Vorfeld der Europameisterschaften als Mitfavoritin auf den Sieg. Den Anfang machte die EM der „Großen“ im spanischen Sabero. Hier musste sich Sophia am Ende nur der beim Weltcup noch abwesenden Siegerin Mathilde Rosa aus Italien und der Französin Lise Vinet geschlagen geben, bewies aber mit dem dritten Platz, dass sie sich in der Spitze etabliert hat und  dass nachdem sie erst vor fünf Jahren mit dem Wildwassersport angefangen hat. Sowohl in der Classic als auch der Sprint Mannschaft holte sie zusammen mit dem deutschen Team erneut die Bronzemedaille und kehrte somit mit dreimal Bronze zurück.

Zwei Wochen später standen die Europameisterschaften der Nachwuchsklassen an. Bei der Junioren und U23 EM im slowenischen Solkan konnte Marlene sensationell das Classic-Rennen gewinnen. Mit ihrer Zeit wäre sie sogar bei den älteren U23 noch Dritte geworden. Einen Tag später konnte sie zusammen mit dem deutschen Team den Erfolg wiederholen und erneut den Titel einfahren.

Im September wurden dann die verschobenen Deutschen Meisterschaften nachgeholt. Hier konnten beide ihre nationale Spitze erneut unter Beweis stellen, in dem sie souverän jeweils ihre Rennen über die Classic gewannen. Dabei war Marlene als Juniorin sogar schneller als Sophia in der Leistungsklasse und versetzte damit die gesamte Szene ins Staunen. Zudem konnte sie zuvor noch den Sprint der Juniorinnen gewinnen.

Mit der zweiten Weltcup Station Anfang Oktober endete dann die Wildwasserrennsport Saison. Auf der Strecke für die WM 2022 konnte Sophia jedoch nicht an die Leistungen vom Weltcup und der EM anschließen. Marlene beendete ihre Saison bereits nach der DM.

Während die Wildwassersportler damit in ihre wohlverdiente Pause gingen, stand für die Marathonfahrer der nationale Saisonhöhepunkt noch an. Auf den Deutschen Meisterschaften in Rheine fuhr Dominic überraschend im Rennen der German Masters auf den zweiten Platz, was gleichbedeutend mit dem nationalen Titel in der Altersklasse der Senioren A war.

Damit können die Sportler des Vereins in diesem Jahr vier deutsche Meistertitel, zwei Europameistertitel, einen Weltcupsieg und drei EM-Bronzemedaillen für sich verbuchen.

Doch wo Licht, da auch Schatten. Leider fehlt es dem Verein derzeit an einer breiten Rennmannschaft, vor allem im Schülerbereich mussten wir in den vergangenen Jahren reichliche Einbußen an Sportlern hinnehmen.